Passivhaus Bürogebäude
Mit dem Passivhaus wurde in den 90er Jahren ein Energiestandard für den Wohnungsbau geschaffen. Die Gebäude sollten damit sehr energiesparend sein und es sollte auf eine konventionelle Heizung verzichtet werden. Das Passivhaus als Bürogebäude sieht etwas anders aus, wie bei dem Balanced Office Building zu sehen ist. Bei einem Bürogebäude haben neben der Heizung auch die Kühlung, der Beleuchtung und die Lüftung einen großen Einfluss auf den Energiebedarf. Wesentlicher Bestandteil des Passivhaus bei Bürogebäuden ist die "passive" Nutzung der Abwärme von Menschen und Geräten zur Heizung. Auch die durch die Fenster einfallende Solarenergie soll passiv genutzt werden. Dies ist konzeptionell nicht einfach zu realisieren, da die Solarstrahlung gleichzeitig auch eine Überhitzung erzeugen kann. Die Nutzung der Erdkälte zur Kühlung ist ein weiteres Beispiel eines "passiven" Systems. Diese Kühlmethode wird auch freie Kühlung genannt, da keine Kältemaschine zum Einsatz kommt. Da ein Bürogebäude gerade als Passivhaus einen sehr kleinen Wärmeverlust hat, steigt relativ gesehen der Bedarf für die Aufwärmung der Außenluft. Außenluft muss für den Menschen zur Atmung regelmäßig zugeführt werden. Neben der Fensterlüftung wird bei BOB eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eingesetzt, so dass ein Großteil der Wärme der Abluft wieder zurückgewonnen wird. Keine Kilowattstunde Energie wird vergeudet. Als Kriterien gelten für das Passivhaus üblicherweise: - Energiekennwert Heizwärme max. 15 kWh/(m²a) oder Heizwärmelast max. 10 W/m²
- Drucktestluftwechsel n50 max. 0,6 h-1
- Energiekennwert gesamte Primärenergie max. 120 kWh/(m²a) inkl. Haushaltsstrom
- Energiekennwert Nutzkälte max. 15 kWh/(m²a)
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