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Betonkernaktivierung: BOB´s Heizkörper

In dem Bürogebäude BOB finden Sie keinen Heizkörper, denn BOB heizt und kühlt mit der Decke bzw. mit dem Boden. Systeme, bei denen das Heiz- bzw. Kühlsystem in die Bautechnik integriert wird, nennen sich Betonkerntemperierung - oder auch Betonkernaktivierung.

Bei der Betonkernaktivierung werden Boden und Decke als Austauschmedium genutzt. Dabei wird die gesamte Betondecke integriert, so dass neben der Wärmeübergabe auch die thermische Speichermasse genutzt wird. So kann eine Betonkernaktivierung zum Beispiel nur nachts mit Wärme oder Kälte geladen werden.

Regenerative Energiequellen werden durch eine Betonkernaktivierung ideal genutzt. Die Vorteile sind:

  • Da die Übertragungsfläche sehr groß ist, reichen geringe Temperaturen aus, um denselben Effekt, wie zum Beispiel bei einem Heizkörper zu erreichen.
  • Da die Betondecke nur nachts geladen werden kann, kann die Energie dann genutzt werden, wenn sie vorhanden ist (Beispiel Solarenergie nur tagsüber oder Nachtstrom aus Windenergie etc.).

Die Betonkernaktivierung von BOB benötigt gerade mal eine Vorlauftemperatur von max. 26°C im Winter und kann mit 19°C imm Sommer das gesamte Gebäude kühlen. Diese für ein Bürogebäude sehr geringen Temperaturen führen zu einer gesteigerten Behaglichkeit für den Nutzer:

  • Bei kleinen Temperaturen trocknet die Luft nicht so stark aus, was für alle Schleimhäute (Augen, Mund, Nase) förderlich ist.
  • Die empfundene Temperatur - auch Empfindungstemperatur genannt - wird durch die großen Flächen, die den Nutzer umgeben, sehr homogen und wird durch den hohen Strahlungsanteil relativ hoch. Das führt dazu, dass die Lufttemperatur im Raum bei gleicher Behaglichkeit abgesenkt werden kann. Das wiederum spart Energie (6 % pro 1°C geringerer Raumlufttemperatur) und fördert wie oben beschrieben die Behaglichkeit.